Macht Metall im Mund krank?

Wilfried Aichhorn Wilfried Aichhorn

Wilfried Aichhorn ist seit 1970 Zahntechnikermeister. Eine lange Zeit, die für einen umfangreichen Erfahrungshintergrund gesorgt hat, auch was die Verträglichkeit von Zahnersatz-Materialien betrifft. Er lernte immer mehr Patienten kennen, die die eingesetzten Materialien nicht vertrugen und erlebte sensationelle Spontanheilungen verschiedenster Krankheiten. Ein Interview mit Ruth Auschra.

Herr Aichhorn, Sie haben mir geschrieben, dass Sie über 100 Patienten kennen, die durch eine richtige Zahnsanierung gesund geworden sind. Erzählen Sie mir mehr darüber?

Aichhorn: Gerne. Vorweg muss ich sagen, ich bin seit 55 Jahren Zahntechniker, habe bei der Bundeswehr die Krankenpflegerprüfung gemacht und komme aus einer Familie von Zahnärzten. Das vorweg, damit Sie verstehen, dass ich schon von Kindheit an mit Patienten und Zahnersatzproblemen zu tun hatte. Also, es fing mit einer Patientin an, die immer wieder zu mir kam, weil sie ihre Prothese nicht vertrug. So etwas kommt vor und ist auch nicht so ungewöhnlich, aber bei ihr hatten wir dann in Zusammenarbeit mit dem geduldigen Zahnarzt irgendwann die sechsunddreißigste Prothese mit einem anderen Material angefertigt, ohne Erfolg. Ich war verständlicherweise mit den Nerven am Ende. In so einem kleinen Ort hat man ja auch seinen Ruf als Zahntechnikermeister zu verlieren. Beim Apotheker erzählte ich von diesem Fall und bekam einen interessanten Rat: Ich sollte die Patientin mal zu einer Ärztin in der Nähe schicken, die würde alle schwierigen Fälle in den Griff bekommen. Die Patientin war schnell dazu bereit und ging ausgestattet mit 50 Proben verschiedenster Materialien, die zur Herstellung von Prothesen auf dem Markt sind, zu dieser Ärztin. Ich war sehr neugierig und fragte, ob ich dabei sein und auch Bilder machen dürfte. So kam dann der Test zustande.

 

Auf welche Weise testete die Ärztin?

Aichhorn: Der Test nennt sich EAV, Elektro-Akupunktur nach Voll. Die Elektroden wurden an der großen Zehe angesetzt und eine musste die Patientin in der Hand halten. Nach dem Durchprüfen aller 50 Materialien stand nur ein Material als für diese Patientin verträglich zur Verfügung. Eines von 50! Der Zahnarzt war auch zu dieser Prothese Nr. 37 zu begeistern und so waren wir gespannt, ab das klappt mit der Verträglichkeit. Das Unglaubliche trat ein, die Patientin konnte die Prothese Tag und Nacht tragen ohne Probleme. Genau gesagt hat die Patientin diese Prothese seit 1990 im Mund, ohne jegliche Korrektur. Das war nun der Einstieg in diese Angelegenheit und danach gab es einen Volltreffer nach dem anderen.

 

Nämlich?

Aichhorn: Zum Beispiel rief mich eine Ärztin aus den USA an, eine Frau Dr. Hulda Clark.

 

Die mit dem Clark-Zapper?

Aichhorn: Ja, genau die. Sie hatte von diesen hochsensiblen Patienten, die sehr oft auch krebskrank waren, erfahren, dass es da einen Zahntechniker gibt, der nur verträgliche Materialien nach Austestung zur Herstellung des Zahnersatzes verwendet. Das fand sie hoch interessant und hat mich ganz lange am Telefon festgehalten. Ihre Hauptfrage war: Können Sie jeden Zahnersatz völlig ohne Metall herstellen? Ich sagte ja.

 

Woraus haben sie dann die Prothesen eigentlich hergestellt?

Aichhorn: Aus Kunststoff. Ich weiß schon. Jeder denkt, dass Plastikprothesen Schrott sein müssten. Ganz so ist es nicht. Es gibt ganz hochwertige Kunststoffe, die schon seit über 30 Jahren zum Implantieren von Wirbelknochen, Fingergelenken und vielem mehr verwendet werden. Ich habe viele Materialien getestet und bin dann bei Peek fündig geworden. Die chemische Bezeichnung ist Polyaryletheretherketone. Dieses Material ist ähnlich hart wie Knochen, aber viel zäher. Es ist fast nicht zu brechen. Deshalb kann man es sehr gut dort einsetzen, wo wir bisher Metalle verwendet haben. So kann man jetzt Teleskoparbeiten, die bisher nur aus Metall gefertigt wurden, aus diesem Kunststoff herstellen.

 

Und es ist wirklich stabil genug?

Aichhorn: Es ist in 18 Jahren noch keine Prothese aus diesem Material gebrochen. So haben wir endlich ein Material, das Metalleigenschaften hat, aber ohne Antennenwirkung, was bei dem hohen Aufkommen von Elektrosmog unbedingt wichtig ist. Seit 1990 stelle ich nur noch metallfreien Zahnersatz her. Es gibt Patienten, die mich regelmäßig anrufen und sich wieder und wieder bedanken, weil es ihnen jetzt endlich gut geht.

 

Moment, das heißt, Metallprothesen sind nicht empfehlenswert?

Aichhorn: Das stimmt. Ich habe gelernt, mit allen möglichen Metallen zu arbeiten und wir mussten verrückte Metallkombinationen machen, von denen heute schon jeder Schüler im Physikunterreicht lernt, dass zwei verschiedene Metalle in einem flüssigen Element Strom erzeugen. Diese Ströme sind weitaus höher als die Nervenströme des Körpers. Die Verbindung zum Gehirn ist durch Infrarot-Aufnahmen nachweisbar. Deshalb geht es ja den Patienten gleich besser, wenn die Metalle aus dem Mund entfernt werden.

 

Und was nehmen sie, wenn jemand eine Krone oder Füllung braucht?

Aichhorn: Peek für die Stabilität und Komposit für die schöne Zahnfarbe und die richtigen Abrasionswerte, die dann ähnlich dem eigenen Zahn sind.

 

Also verwenden Sie Methacrylat? Das ist doch ziemlich schädlich, oder irre ich mich da?

Aichhorn: Es kommt darauf an, wie es verarbeitet wird. Das Methylmethacrylat ist sehr gut verträglich, aber der Weichmacher, den man braucht um das Material in die gewünschte Form zu bekommen, der ist stark allergen. Gerade bei den Füllungen, die im Mund gemacht werden, wird mit einem UV Licht das Material ausgehärtet. Dabei wird oft auf gründliches Aushärten verzichtet, weil dabei der Zahn enorm erhitzt wird. Es gibt Zahnärzte, die nur Füllungen, die schon lange im Mund sind, noch einmal auszuhärten, mit dem Ergebnis, dass es den Patienten hinterher besser geht. Ich plädiere dafür, dass die Komposit-Kunststoffe außerhalb des Mundes mit einem kräftigen UV-Licht ausgehärtet werden und dann mit einem gut verträglichen Glasionomere-Zement eingesetzt werden.

 

Erzählen sie noch ein paar Beispiele, was sie erlebt haben?

Aichhorn: Ja das muss ich einfach erzählen, weil es mich tief beeindruckt hat. Ich lernte viele Patienten in einer Situation kennen, wo ihnen demnächst die Zähne gezogen wurden. Meine Aufgabe als Zahntechniker war es, die Zahnfarbe und die Zahnstellung zu erkunden und die individuellen Wünsche zu erfragen. Dabei kommt man dann mit den Patienten ins Gespräch. Da passierte es oft, dass die Patienten am nächsten Tag oder nach einer Woche vorbeikamen und sich vorstellten. Das waren die Momente, die mich in Staunen versetzte. Zum Beispiel gab es eine Patientin, die hatte jahrelang einen Blutdruck von 200 und schon einen Tag nach der Entfernung der toten Zähne und Metalle war der Blutdruck auf 120 gesunken. Ein Zufall ist das meiner Erfahrung nach nicht, weil Metalle das Blut verdicken, deshalb muss stärker gepumpt werden. Nach Henke verursachen Metalle außerdem eine Störung des gesamten Hormonhaushaltes, machen Alzheimer und sind am Krebsgeschehen beteiligt.

 

Moment, das geht mir zu schnell. Aber sie haben über 100 solcher Patienten erlebt?

Aichhorn: Ja inzwischen mehr als 100. Sehr eindrucksvoll war auch ein Patient, der von zwei Pflegern gebracht wurde. Ein Triathlet, ein Mann mit 2,05m Länge, aber er konnte nicht mehr alleine gehen. Er fragte mich nach meiner Meinung, ob ich mir vorstellen könnte, dass das neue Material, das er in den Mund bekommen hat, Schuld daran sei, dass er nicht mehr gehen und nicht mehr denken kann. Er hatte damals 50.000 DM bezahlt, um diese Arbeit anfertigen zu lassen. Nachdem ich ihm meine Meinung gesagt hatte, ließ er die Arbeiten im Oberkiefer und Unterkiefer entfernen. Da kamen 90g Gold zusammen! Am nächsten Tag – und das ist wieder so ein Erlebnis, das ich nie mehr vergessen werde – am nächsten Tag kam der Patient in seiner üblichen Triathlon Dynamik 3km im Dauerlauf an. Oder die Patientin mit den beiden starken Hörgeräten. Sie konnte fast nichts mehr hören. Dann wurden ihre unteren Backenzähne, die voller Amalgam waren, entfernt. Die Schwerhörigkeit hatte sich nicht verändert. Bei der Nachkontrolle sagte der Kieferchirurg, er möchte noch mal eine Röntgenaufnahme machen. ‚Ich sehe da noch Metallnebel’, sagte er und reinigte noch mal die OP-Stelle und entfernte Reste aus dem Knochen. Während dieser Arbeit fing das linke Hörgerät an zu pfeifen und die Patientin konnte links hören. Er wiederholte den Vorgang auf der rechten Seite und nun hört die Patientin seit 1993 auf beiden Ohren einwandfrei. Beispiele dieser Art kann ich ihnen noch viel erzählen, wenn sie wollen.

 

Ja, bitte.

Aichhorn: Ein Alzheimer-Patient, ein trauriger Anblick, der von zwei Pflegern hereingeschoben wurde, weil er eine Prothese bekommen sollte. Ich hatte also nur die Aufgabe, Farbe und Form abzunehmen. Dann kamen seine restlichen Zähne raus und ein paar Wochen später sah ich den Mann wieder. Er fuhr Auto und war völlig klar! Noch ein Beispiel? Eine Patientin, die seit Jahren einen blauen Zeh hatte. Egal, was sie versucht hatte, er blieb blau. Dann wurden tote Zähne und Metall aus ihrem Mund entfernt und am nächsten Tag rief sie mich ganz begeistert an: Der Zeh war rosa! Wichtig ist übrigens noch, welcher Zahn mit welchen Organen in Verbindung steht. Darüber habe ich ein allgemein verständliches Buch geschrieben: ‚Zahn-Organ-Beziehungsliste: Wie Zähne Ihre Gesundheit beeinflussen’.

 

Ganz blöd gefragt: Warum sind Sie nicht berühmt? Oder anders formuliert: Wie reagiert die Fachwelt auf Ihre Erfahrungen?

Aichhorn: In Stuttgart in der Liederhalle habe ich vor 1.200 Zahnärzten, Professoren und Zahntechnikern von meinen Erlebnissen erzählt. Zuerst war man meinem Vortragstheme gegenüber sehr kritisch. Schließlich gibt es für solche Veranstaltungen Sponsoren, die nicht unbedingt auf meiner Seite waren. Aber dann bekam ich ein Dankesschreiben vom Veranstalter. Ich hätte einen ausgezeichneten Vortrag gehalten, die Rückmeldung auf den Stimmkarten sei äußerst positiv gewesen.

 

Dann wünsche ich Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg!

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