Krankheiten basisch wegbaden?

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Dass viele Menschen heute übersäuert sind, ist kein Geheimnis mehr. Aber was kann man dagegen tun, ohne gleich den gesamten Speiseplan umstellen zu müssen? Andrea Hofmann hat ein ganzes Buch über Basenbäder geschrieben und Ruth Auschra im Gespräch einige Tipps verraten.

 

Erzählen Sie mir was zum Thema Übersäuerung und Basenbäder?

Hofmann: Ja, klar. Also: Die meisten Menschen leiden heute an Übersäuerung. Früher gab es das zwar auch schon, heute hat dieses Phänomen aber eine ganz neue Dimension angenommen, die Übersäuerung ist deutlich häufiger geworden. Dafür gibt es ein paar Gründe, die ich gerne erklären würde, bevor ich zu den basischen Bädern komme.

 

Gerne!

Hofmann: Gut, vorab vielleicht noch eine Klarstellung. Übersäuerung heißt nicht, dass die gesamte überschüssige Säure sich einfach so im Körper befindet, das würde den Körper verätzen. Viele überschüssige Säuren werden chemisch gebunden, sodass sie den Körper nicht verätzen. In dieser inaktiven Form werden sie gespeichert. Übersäuerung heißt, dass sich mehr Säuren im Körper befinden als im gesunden und im natürlichen – basischen – Zustand. Und es gibt meiner Ansicht nach drei Gründe, weshalb heutzutage so viele Menschen übersäuert sind. Erstens ist es die industriell veränderte Ernährungsweise , zweitens die Körperpflege mit Produkten, die Erdöl und Aluminium enthalten und drittens ist es der chronische Stress.

 

Moment, können Sie mir den Zusammenhang von Aluminium, Erdöl und Übersäuerung kurz erklären?

Hofmann: Aluminium sorgt in den konventionellen Deos dafür, dass kein Schweiß mehr austritt. Die Haut zieht sich zusammen, dadurch verengen sich die Schweißkanäle. Außerdem bildet sich eine Schicht, die die Ausgänge der Schweißkanäle verschließt. Und das Erdöl in den Pflegeprodukten wird in der Haut abgelagert, sodass es die Fähigkeit der Haut zur Säureausscheidung reduziert. Die Übersäuerung wird gefördert, wenn die Haut Säure nicht mehr mit dem Schweiß abgeben kann. Ich hatte früher sehr trockene Haut. Jeden Tag habe ich mich eingecremt, schon mit 20 kaufte ich mir teure, angeblich gute Produkte in der Apotheke. Dann fing ich mit den Basenbädern an und es dauerte tatsächlich ein Jahr, bis die Haut endlich Säure ausscheiden konnte. Für mich fühlt es sich an, als hätte ich damals Erdöl eingelagert, das ich mittlerweile weggebadet habe. Jetzt habe ich eine gesunde Haut, die ich nur noch circa einmal monatlich eincremen muss.

 

Und die Lösung sind Basenbäder?

Hofmann: Die Lösung würde eigentlich lauten: keine Aluminium-Deos, keine Kosmetika mit Erdöl, gesünderes basisches Essen und weniger Stress. Eigentlich. Aber das ist für viele Menschen aus verschiedenen Gründen nicht vollständig möglich. Deshalb machen meistens zusätzlich basische Bäder sehr viel Sinn.

 

Wie wirken Basenbäder?

Hofmann: Beim basischen Baden wird überschüssige Säure über die Haut durch Osmose ausgeschieden. Dafür sorgen hauptsächlich Bicarbonate und Carbonate, die für ein Gefälle zwischen dem pH-Wert des Badewassers und dem im Körper sorgen. In Haut und Bindegewebe beträgt der pH-Wert circa 7,4, das Badewasser hat optimalerweise 8,5 – 9,0 pH. Durch dieses Gefälle können die überschüssigen Säuren ins Badewasser austreten. Es gibt übrigens sehr spannende wissenschaftliche Untersuchungen mit Krebszellen. Bei den Studien konnten die Krebszellen nur in einem sauren Milieu wachsen und sich vermehren. Wenn man im Labor Natron auf die Krebszellen träufelte , hörten die Proben an diesen Stellen auf zu wuchern, teilweise ist durch das Natron das gesamte mit Krebs befallene Gewebe verschwunden.

 

Naja, im Labor…

Hofmann: Ich mache dazu auch eigene Experimente. Ich hatte nämlich am Oberkörper über 30 Leberflecken, jahrelang. Dann habe ich angefangen, sie jeden Tag mit basischem Wasser zu betupfen. Innerhalb von ungefähr drei Jahren sind sie zurückgegangen bis auf fünf Stück. Heute, zehn Jahre später, ist das immer noch der gleiche Stand. Auch mein Arzt war sehr beeindruckt.

 

Gibt es ein spezielles Basenpulver, das Sie benutzen oder empfehlen?

Hofmann: Ich habe tatsächlich eine eigene Mischung entwickelt, die auch bei sensibler Haut eingesetzt werden kann. Sie enthält Carbonate, Bicarbonate, Salz und Mineralerde. Bei einem Basischen Basenbad müssen vor allem drei Kriterien gut erfüllt sein: die Entsäuerungsfähigkeit, die Unterstützung der Rückfettung und die Eignung für sensible Haut, da durch die Übersäuerung unter anderem auch Hautsymptome wie Neurodermitis und Schuppenflechte und ähnliches mitverursacht werden kann. Die Entwicklung des Basenbades hat circa 2,5 Jahre gedauert. Neben Recherche und Nachdenken gehörte dazu die ganz konkrete Arbeit: Basisch Baden, Arbeitsstelle Badewanne, ausgerüstet mit elektrischem pH-Messgerät, Dokumentieren der Beobachtungen und anschliessender Auswertung.

 

Haben Sie dabei das Allheilmittel gefunden?

Hofmann: Nein, Basenbäder sind natürlich keine Allheilmittel. Aber sie sind eine gute Ergänzung zu anderen Methoden. Vor allem haben sie keine Nebenwirkungen und sind normalerweise vom Preis her moderat.

 

Mehr Infos: www.basischesbaden.de

 

Foto: (c) Andrea Hofmann

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