Zinkmangel betrifft nicht nur die Haut

Für Haut und Schleimhäute nimmt Zink eine Sonderstellung ein. Außerdem ist Zink zum Beispiel aber noch beteiligt am Aufbau von mehr als 200 Enzymen, an fast 100 verschiedenen Immunreaktionen und Stoffwechselprozessen. Zink ist notwendig für die Funktion von Insulin, den Aufbau von Schilddrüsenhormonen, Sexualhormonen und Wachstumshormonen. Wir brauchen Zink, um Alkohol abbauen zu können und um einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt zu erhalten. Damit wäre die Liste noch lange nicht zu Ende. Hier eine kleine Übersicht von häufigen Zinkproblemen.

Im Alter wächst das Risiko für Mikronährstoffmängel. Deutlich zeigte das eine Untersuchung mit 200 Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen. Bei rund 37% der untersuchten Bewohner waren die Zinkspiegel im Serum zu niedrig. Nicht verwunderlich: ein schlechter Ernährungszustand korrelierte mit schlechter Zinkversorgung. So ein Mangel muss ernst genommen werden, ganz besonders bei bettlägerigen Patienten, die im Rahmen der Dekubitusprophylaxe auf eine gute Versorgung mit Zink angewiesen sind! Bekanntlich treten Wundheilungsstörungen bei schlechter Versorgung mit Zink häufiger auf.

Auch Akne-Patienten haben oft niedrige Zinkspiegel. Bei entzündlicher Akne gilt ein normaler Zinkstatus als Fundament der Behandlung.

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben zu 40-50% einen Zinkmangel! Ursache sind vermutlich die ausgeprägten Schleimhautschädigungen, die einerseits zu einer verminderten Nährstoffaufnahme führen, sodass auch Zink schlechter aufgenommen wird. Zinkmangel kann andererseits eine der Ursachen des Leaky-Gut-Syndroms sein. Außerdem hat ein bestehender Zinkmangel leider ungute Folgen für die Geschmackswahrnehmung. Wenn das Essen nicht mehr schmeckt, wird auch aus diesem Grund weniger gegessen, sodass sich die Nährstoffmangelspirale schneller dreht.

Auch Menschen mit Übergewicht gelten vielen Therapeuten als Risikogruppe für Zinkmangel.

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